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"What's New Pussycat?" 8576
Galerie:Museum für Moderne Kunst
Künstler:Alÿs, Francis
Barry, Robert
Bock, John
Boyce, Martin
Henning, Anton
Höller, Carsten
Gordon, Douglas
Lynn, Greg
Marcaccio, Fabian
McCall, Anthony
Mik, Aernout
Parrino, Steven
Reed, David
Schneider, Gregor
Raad, Walid
Zeit:19.03.2005 - 31.07.2005


Ausstellungs-Informationen
Neuerwerbungen und Sammlung Ströhner

Martin Boyce »Ventilation Grills (Like Breath)« und Jeroen de Rijke/Willem de Rooij »Orange«, Hans-Peter Feldmann »Die Toten 1967–1993« und Douglas Gordon »Play Dead: Real Time«, Anthony McCall »Line describing a Cone«, Aernout Mik »Middlemen« und Walid Raad/Atlas Group »Secrets in the Open Sea«, Gregor Schneider »N. Schmidt«, Vadim Zakharov »Die Geschichte der
Russischen Kunst« und Francis Alÿs, Robert Barry, John Bock, David Claerbout und Ceal Floyer, Carsten Höller, Steven Parrino, David Reed, Thomas Rentmeister, Gerhard Richter, Wilhelm Sasnal, Markus Sixay, Dirk Skreber, Andreas Slominski, Nedko Solakov, Günter Umberg usw.

Und im Zentrum Meisterwerke aus der Sammlung Ströher.

Die Ausstellung »What’s New, Pussycat?« konzentriert sich auf die zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der vergangenen drei Jahre sowie auf Hauptwerke der ehemaligen Privatsammlung von Karl Ströher, die den Grundstock der einzigartigen Sammlung des MMK bilden. Mit dieser Konzentration setzt das MMK die kontinuierliche Beschäftigung mit der »Idee des Museums« fort. Die eigene Sammlung ist die tragende Säule des Museums. Sie kann nicht durch auf Zeit geborgte Werke ersetzt werden. Eine öffentliche Sammlung muss dauerhaft sein, denn die Auseinandersetzung mit Kunstwerken ist langfristig.
Nur wenn immer wieder auf die gleichen Werke zurückgegriffen werden kann, nur wenn es möglich ist, immer wieder die Werke einer neuen Betrachtung zuzuführen, sie unter veränderten Vorzeichen zu interpretieren, entgehen wir den schnellen Antworten und dem schnellen »Verstehen«. Deshalb ist die dauerhafte Anwesenheit der Werke, die einen Spannungsbogen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart entwerfen, auch über Generationen hinweg, unverzichtbar. »What’s New, Pussycat?« bezieht damit Stellung zum »Wechselspiel« zwischen öffentlichem und privatem Besitz in Museen.
Die gestaltende Fortführung einer zeitgenössischen Kunstsammlung für Frankfurt ist durch ein einmaliges Partnerschaftsmodell mit Unternehmen und der Stadt Frankfurt ermöglicht worden. Mit diesem Modell verbindet sich ein zukunftsorientiertes kulturpolitisches Engagement für die gesellschaftlichen Aufgaben des Museums. Zahlreiche Künstler, Donatoren und die Freunde des Museums unterstützen darüber hinaus das MMK in seinen originärsten Aufgaben nachhaltig.

Parallel zur Ausstellung »What’s New, Pussycat?« zeigen wir im Rahmen der Dornbracht Installation Projects® einen Raum von Anton Henning. Unter dem Titel »Frankfurter Salon« verwandelt der 1964 in Berlin geborene Maler Anton Henning einen großen Saal des MMK in einen eleganten Kommunikationsund Leseraum. Seiner Bestimmung als Gesellschaftszimmer entspricht auch das »dekorative« Ambiente, das den atmosphärischen Rahmen für seine Gemälde bildet. Subversiv und mit Ironie betreibt der Künstler ein ernstes Spiel: Er durchschreitet die Geschichte der Malerei mit Siebenmeilenstiefeln; sein Inventar wechselt explosionsartig von einem malerischen Bezugssystem zum anderen.


Bilder aus der Ausstellung
Anthony McCall (*1946) "Line Describing a Cone", 1973, 16 mm Filmprojektion, s/w, ohne Ton, Laufzeit: 26’

David Claerbout (*1969) "Vietnam", 1967, near Duc Pho (reconstruction after Hiromichi Mine), 2001, DVD; Farbe, ohne Ton, Laufzeit: 3’ 39’’ (Loop)

Martin Boyce (*1967) "Ventilation Grills" (Like Breath), 2004, Messingblech