Sie hat eine lange Tradition und ist zugleich jung und dynamisch. Die Heussenstamm Stiftung belegt aktuell, was Bürger für ihre Stadt und die dort lebenden Menschen taten und tun und wie wichtig Mäzenatentum – auf neudeutsch auch Sponsoring – gerade heute ist. Doch nicht nur ist die wohl älteste und bedeutendste der vielen Bürgerstiftungen in Frankfurt ein Symbol für Gemeinsinn, sie dokumentiert auch, dass eine gute Sache dauerhaft sein kann.
Wie ist die 1912 von Bürgermeister Dr. Karl Moritz Heussenstamm ins Leben gerufene Stiftung, die sich um Frankfurter Künstler und Senioren dieser Stadt kümmert, im einzelnen organisiert? Die Heussenstamm Stiftung wird von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geleitet. Dieses Amt liegt seit vielen Jahren in den Händen von Roswitha Girst, die dem Stiftungsvorstand verantwortlich ist. Diesem gehören der Kultur- und Sozialdezernent der Stadt Frankfurt sowie sechs vom Magistrat gewählte Bürgerinnen und Bürger an, unter denen immer ein Mitglied der jüdischen Gemeinde sein muss.
Wesentlich und für das aktive Wirken der Stiftung unerlässlich sind die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Das vom Vorstand gewählte Kommitee legt die aktuellen Themen und das laufende Programm fest. Daneben gibt es die Jury, die entscheidet, welche Künstler zu Ausstellungen eingeladen werden.